Pflege wie Phönix aus der Asche

Schon Max Frisch beschrieb die Krise als einen durchaus produktiven Zustand...

Nun, diese Sichtweise sollte sich auch die Pflege zu eigen machen.

Seit ca. 25 Jahren (die Pflegeversicherung wird ins Leben gerufen) stellt man die Pflege unter den Generalverdacht des Leistungsbetruges und der grundsätzlichen Missachtung pflegefachlicher Erkenntnisse bei der Versorgung der ihr anvertrauten Patienten. Ausschließlich zur Überwachung der Pflege eingesetzte Instanzen, die mit einem hohen Maß an Misstrauen ausgestattet sind, sollen seit 25 Jahren durch Kontrollen und Maßnahmen der sogenannten “Qualitätssicherung“ der Pflege nachweisen, dass Patienten nicht gut gepflegt werden bzw. den Kostenträgern mit Vorsatz Leistungen in Rechnung gestellt werden die so nicht hätten abgerechnet werden dürfen.

Wir reden von der gleichen Kranken- und Altenpflege deren Leistungen nach aktuellen Erklärung des Bundesgesundheitsministers und anderer politischer Größen in der Corona Krise zu einer systemrelevanten Tätigkeit avancierten, ……aus dem Schatten ins Licht, Phoenix aus der Asche! Es braucht die Krise um mit falschen Theorien über Pflege aufzuräumen. Es ist eine Unwahrheit Pflege einer permanenten Überwachung unterziehen zu müssen um schlechte Arbeitsergebnisse zu verhindern.

Deutlicher als je zuvor wird durch die Krise, dass weder betrügerischer Vorsatz noch mangelnde fachliche Kompetenz relevante Faktoren für schlechte Pflegeergebnisse sind. Ursachen für eine nicht bedarfsgerechte, gefährliche Pflege waren und bleiben schlechte bis unerträgliche Arbeitsbedingungen (incl. einer unverhältnismäßigen Vergütung), Überstunden ohne Maß und Rücksicht sowie das Verwehren gesamtgesellschaftlicher Anerkennung für die Pflege. Nochmal hilft die Krise der Pflege. Bis Ende September 2020 ist der Kontroll- und Prüfungsdruck auf die Pflege per Verordnung eingestellt worden. Eine Maßnahme die der Pflege hilft sich auf das Wesentliche, den glücklichen Menschen, zu konzentrieren. In einer kurzen Phase kann Pflege “durchatmen“ den Patienten wieder in den Mittelpunkt des Schaffens stellen. Das Erfüllen von Transparenzkriterien und Qualtitätsmaßstäben entsprungen aus praxisfernen Pflegetheorien tritt ohne diese unsäglichen Kontrollen und Prüfungen auf ein erträgliches Maß zurück. Die Leitlinie für pflegerisches Handeln sind wieder die Vernunft derer die ihren Beruf mit großer innerer Hingabe und Freude und dem nötigen Maß an Fach- und Sozialkompetenz ausführen wollen.

Christiane Kolf &
Norbert Buchholz GbR

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