Kampf um Pflegefachkräfte wird in dem bevölkerungsreichsten Bundesland besonders spürbar!

Nahezu täglich sind auch wir als Pflegedienst der “nichts verspricht was er später in der Kundenversorgung nicht halten kann“ dazu gezwungen Anfragen zur Versorgung von Menschen mit Pflege- und oder Betreuungsbedarf absagen zu müssen. 

Einer aktuellen Umfrage durch das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zur Folge mussten in den letzten drei Monaten 13 Prozent  der Pflegedienste (320 Unternehmen) in NRW aus Mangel an Pflegefachkräften Teilen ihren Bestandskunden kündigen. Zudem kommt das im gesamten Bundesgebiet im selben Zeitraum 80 Prozent  der befragten Pflegedienste angab neue Versorgungsanfragen abgelehnt zu haben!

Der Wettbewerb um Pflegefachkräfte wird leider immer dramatischer und demzufolge auch immer unseriöser, teilweise mit Kopfprämien und fragwürdigen Einmalzahlungen versuchen Träger diverser stationärer Einrichtungen den eigenen Personalschlüssel zu entlasten. Wenn man an dieser Stelle fragt warum handeln ambulante Einrichtungen denn nicht ähnlich und versuchen mit vergleichbaren monetären Lockangeboten zu punkten so ist dies durch folgenden Sachverhalt schnell erklärt.

Die Bundesregierung hat beschlossen den Krankenhäusern in Deutschland 250 Millionen Euro Sofort Hilfe zukommen zu lassen damit die Träger der Krankenhäuser Lohnerhöhungen für Pflegekräfte finanzieren können. 

In der stationären Altenpflege werden durch Beschluss des Pflegepersonal-Stärkungsgesetztes 13.000 neue Stellen geschaffen und voll refinanziert.

An dieser Stelle  fragt man sich im Sinne der Nachhaltigkeit und dem politisch formuliertem Grundsatz “ambulant vor stationär“ welche finanzielle Hilfe zur Verbesserung der angespannten Personalsituation hat der Gesetzgeber denn  für den ambulante Bereich vorgesehen ?!

Leider finden die Interessen der ambulanten Pflege Anbieter keine nennenswerte politische Unterstützung,  hier bleibt es bei den sich endlos wiederholenden Aussagen wie sehr man doch den Beruf der Pflegekräfte wertschätzen würde und  das die gesellschaftliche Bedeutung die die Leistung von Pflegekräften darstellt in keinem Verhältnis zu ihrer Bezahlung steht. Also alles das was jeder ohnehin schon weiß!







Christiane Kolf &
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